Mit Autismus leben – eine Ermutigung

Donnerstag, 23. September 2021 Keynote Christine Preißmann 14:00 - 14:45 Raum: Humboldt

Was bedeuten der eigene Autismus und die Autismusdiagnose für den Menschen selbst? Wie machen sich die Auffälligkeiten bemerkbar, wie wirkt sich die Diagnose aus und welche Maßnahmen helfen, um im Leben besser klarzukommen – auch im Erwachsenenalter?

Diese und zahlreiche weitere Aspekte werden im Referat von Christine Preißmann beleuchtet. Sie berichtet dabei als Ärztin und selbst Betroffene aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Manches kann man besser verstehen, wenn man es aus der eigenen Erfahrung kennt, und viele Hilfen lassen sich passgenauer gestalten, wenn man auch autistische Menschen selbst nach ihren Bedürfnissen fragt.
Im Rahmen ihrer Publikationen lässt die Referentin jeweils ganz unterschiedliche Menschen mit Autismus zu Wort kommen, die klug und reflektiert beschreiben, wie ihr Leben aussieht, was für sie wichtig ist, was ihnen hilft. Unter Fachleuten erkennt man immer deutlicher, wie wichtig es ist, diese eigenen Erfahrungen zu beachten. Fachkräfte aus Pädagogik, Therapie oder Medizin können das Fachliche sehr viel besser beschreiben, Menschen mit Autismus aber sind Experten für ihre eigenen Erfahrungen und Vorstellungen – und dann, wenn wir beides vereinen, können wir das Verständnis für Autismus-Spektrum-Störungen und die Entwicklung passender Hilfen für die betroffenen Menschen optimieren.

Christine Preißmann ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychotherapie und selbst Autistin. Sie arbeitet in Teilzeit in einer psychiatrischen Klinik, daneben schreibt sie Bücher für Fachleute wie für Betroffene und Angehörige und hält Vorträge zum Thema Autismus. Sie moderiert eine Selbsthilfegruppe für junge Erwachsene mit Asperger-Syndrom in Frankfurt und ist Mitglied im Vorstand von Autismus Deutschland e.V.

Einfach auf den Punkt gebracht:

  • Christine Preißmann ist Ärztin und ist selbst im Autismus-Spektrum
  • Sie berichtet darüber, wie sich die Diagnose Autismus auf Betroffene und deren Umfeld auswirkt
  • Viele Hilfen lassen sich besser gestalten, wenn man auch autistische Menschen in die Planung mit einbezieht und sie nach ihren Bedürfnissen fragt